Saar-Mobil, ein Zusammenschluss privater Busunternehmer aus dem Saarland, hat am Montag, 12.9., in Anwesenheit von Staatssekretär Oliver Luksic den Startschuss für die Fahrschule der Saar-Mobil gegeben – auch, um auch in Zukunft ausreichend Fahrpersonal zur Verfügung zu haben.

Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt für Berufskraftfahrer ist nicht neu und macht auch vor dem Saarland nicht halt. Die Verkehrsgesellschaft Saar-Mobil nimmt die Ausbildung der Busfahrer mit der Gründung einer eigenen Fahrschule für Busfahrer selbst in die Hand. Für das Verkehrsunternehmen »sei die aktuelle Situation bereits »alarmierend genug, um sofort zu handeln«. Ausbilderin der angehenden Busfahrer bei dem Verkehrsunternehmen ist die 25- jährige Jasmin Schulz, die jüngste Busfahrlehrerin im Saarland.

»Wir wollen damit unseren Beitrag zu einer Verbesserung der Versorgung der Busunternehmen mit Berufs-Busfahrern und Busfahrerinnen leisten, denn dort herrscht großer Mangel, bundesweit und auch hier bei uns im Saarland«, so Saar-Mobil Geschäftsführer Arne Bach und Hans Gassert, Geschäftsführer des Saar-Mobil-Gesellschafters Gassert Reisen GmbH (Blieskastel), bei der Vorstellung der Fahrschule in Püttlingen.

»Es nützt nichts, uns nur zu beklagen, wir tun etwas mit unseren Möglichkeiten, indem wir eine eigene Ausbildung auf die Beine stellen.«
Andreas Baron, Geschäftsführer des Saar-Mobil-Gesellschafters Aloys Baron

Die Saar-Mobil plant jährlich 20 bis 30 Busfahrer auszubilden, und zwar in den folgenden Führerscheinklassen: B, BE, C, CE, D und DE. Die Maßnahme ziele laut Andreas Baron, Geschäftsführer des SaarMobil-Gesellschafters Aloys Baron, zunächst auf die Busunternehmen der Gesellschaft, man wolle aber auch den Gesamtmarkt im Blick behalten. Dabei gehe es nicht nur um den Linienverkehr, sondern auch um den Reiseverkehr. Die Kosten für einen Bus- beziehungsweise Lkw-Führerschein beziffert Saar-Mobil mit rund 10.000 Euro. Möglich sei aber auch eine Umschulungsförderung über die Bundesagentur für Arbeit.

Von Peter Gebauer (GIV mbH), veröffentlicht am 14.09.2022, in „DER ROTE RENNER“