Pressemitteilung

Saar-Mobil Geschäftsführung weist Forderungen von ver.di nach einem Haustarifvertrag als indiskutabel zurück

Die Geschäftsführung der Saar-Mobil GmbH & Co. KG hat in einem Schreiben an ver.di heute die Forderungen der Gewerkschaft zur Einführung eines Haustarifvertrages gänzlich abgelehnt.

Die Hälfte der bei der Saar-Mobil beschäftigten  Fahrer, so die beiden Geschäftsführer Bach und Hurth, die im Stadtverkehr St. lngbert (sog. INGO-Verkehr) eingesetzt sind- insgesamt 15 Fahrer- sei seit Betriebsaufnahme am 01.01.2016 an den Flächentarifvertrag des Landesverband Verkehrsgewerbe Saarland e. V. (LVS) gekoppelt. Dies bedeute, dass diese Fahrer von den jährlichen tariflichen Steigerungen, die der LVS mit seinem Tarifpartner GÖD vereinbart hat, profitierten. So sei beispielsweise die Wochenarbeitszeit  zum 01.01.2016 um eine Stunde auf 41Wochenstunden gekürzt worden. Zum 01.01.2017 und zu 01.01.2018 folgten weitere tarifliche Erhöhungen um jeweils 2 Prozentpunkte.

Bei der anderen Hälfte der Fahrer- sogenannte Regio-Fahrer- die vom Vorbetreiber Saar­ Pfalz-Bus übernommen werden mussten, verhalte sich die Saar-Mobil vertragskonform. Alle Besitzstände dieser Fahrer, einschließlich der bei der Saar-Pfalz-Bus erbrachten Dienstjahre seien übernommen worden. Immerhin  läge der Spitzenverdienst im Bereich dieser Fahrer bei annähernd 4.000 € brutto im Monat. Obwohl seitens Saar-Mobil keine vertragliche Verpflichtung bestehe, diese Gehälter weiter anzuheben, wolle man sich einer Anpassung dieser Gehälter an die allgemeine Kostenentwicklung aber nicht verschließen.

Auch macht die Geschäftsführung von Saar-Mobil darauf aufmerksam, dass zurzeit 19 von ver.di angestrengte Arbeitsgerichtsverfahren anhängig seien. Bevor diese Verfahren nicht abgeschlossen, bzw. von ver.di -zurückgezogen würden, sähe die Geschäftsführung der Saar­ Mobil keinen finanziellen Spielraum auf die Forderungen im Bereich der Regio Fahrer- auch nur annähernd- eingehen zu können.

Insgesamt bewerten die Geschäftsführer Bach und Hurth die von ver.di übermittelten Forderungen schlichtweg als indiskutabel. Die Erhöhung des Stundenlohns für einen Busfahrer von heute von heute 12,79 € auf 17,00 € brutto je Stunde (Einstiegslohn) alleine bedeute eine Erhöhung um 33%. Kumuliert mit weiteren  Forderungen, wie z. B. die Erhöhung der Zuschläge für Sonntag-, Mehrarbeits- und Feiertagsarbeit summierten sich ihre Forderung auf die utopische Höhe von mehr als 50 Prozent.

Anstelle eines Haustarifvertrages  empfiehlt die Geschäftsführung der Saar-Mobil der Gewerkschaft ver.di mit dem regionalen Arbeitgeberverband LVS in dem bereits vereinbarten Gespräch am 07.11.2018 eine Gesamtlösung für das Saarland anzustreben.

Verantwortlich für den Inhalt: Gisbert Hurth, Geschäftsführer